Zwei Nachfolger, eine Idee: ALEXMENÜ und Humanas Pflege starten regionale Partnerschaft in Sachsen-Anhalt

Auf einen Blick: ALEXMENÜ beliefert seit dem zweiten Quartal 2026 mehrere Wohnparks der Humanas Pflege mit einzelnen Komponenten im Cook & Chill-Verfahren – als Entlastung für das Personal vor Ort und als Ergänzung zum eigenen Kochkonzept der Bewohner. Was die Zusammenarbeit besonders macht: Beide Geschäftsführer, Adrian Krotki (ALEXMENÜ) und Fabian Biastoch (Humanas), sind Unternehmensnachfolger derselben Generation, beide aus Sachsen-Anhalt – und beide haben sogar dieselbe Schule besucht, ohne sich damals zu kennen.

Es gibt Fotos, die mehr erzählen als einen Moment. Das Bild von Adrian Krotki und Fabian Biastoch bei ihrem Treffen in einem Humanas-Wohnpark in Magdeburg-Diesdorf ist so eines – denn hinter dem gemeinsamen Termin steckt eine Zusammenarbeit, die bereits seit Mai läuft und zeigt, wie regionale Partnerschaft in Sachsen-Anhalt konkret aussehen kann. Den Fototermin hat Humanas Pflege im Rahmen einer eigenen Berichterstattung über die Zusammenarbeit und die Einführung der Produkte organisiert. 

Adrian Krotki, Geschäftsführer des Magdeburger Verpflegungsunternehmens ALEXMENÜ, und Fabian Biastoch, Geschäftsführer der Humanas Pflege, haben im B2B-Bereich ein gemeinsames Projekt aufgesetzt, das für beide Seiten funktioniert – und sukzessive auf weitere Wohnparks ausgeweitet werden soll. 

Komponenten im Cook & Chill-Verfahren – frisch gekocht, vor Ort fertig gegart

Die Idee dahinter ist pragmatisch und durchdacht zugleich: Ein Wohnpark bestellt pro Woche einzelne Komponenten bei ALEXMENÜ – zum Beispiel zwei aufwändigere Gerichte wie Rinderroulade in Bratensauce oder Gulasch vom Schwein. Also genau die Speisen, die in der eigenen Küche viel Zeit, Personal und Erfahrung binden.

Diese Komponenten werden bei ALEXMENÜ frisch gekocht und anschließend im Cook & Chill-Verfahren schonend heruntergekühlt. Vor Ort im Wohnpark werden sie dann nicht einfach aufgewärmt, sondern fertig gegart – mit dem Ergebnis, dass es schmeckt, als käme es gerade frisch vom Herd.

Serviert wird das Ganze zusammen mit den selbst zubereiteten Beilagen aus dem Wohnpark – denn genau das ist der Punkt, der beiden Seiten wichtig ist. Die Komponenten von ALEXMENÜ ersetzen nicht das bestehende Konzept von Humanas, bei dem Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in den Kochprozess eingebunden sind. Sie ergänzen es. Aus beidem zusammen entsteht eine vollwertige Mahlzeit: mit der Verlässlichkeit einer professionell hergestellten Komponente und der persönlichen Note eines gemeinsam gekochten Beitrags.

Das Ziel: Pflege- und Betreuungspersonal spürbar entlasten, damit an arbeitsintensiven Tagen mehr Zeit für die Bewohnerinnen und Bewohner bleibt – ohne Abstriche bei der Qualität oder beim gelebten Miteinander in der Küche.

Zwei Wege, eine Generation

Was diese Kooperation zusätzlich besonders macht, sind die Parallelen zwischen den beiden Geschäftsführern. Adrian Krotki und Fabian Biastoch gehören derselben Nachfolgergeneration an. Beide haben sich entschieden, die Geschäftsführung eines Familienunternehmens in Sachsen-Anhalt zu übernehmen – ein Schritt, der Mut, Verantwortungsbewusstsein und eine klare Haltung zur eigenen Region erfordert.

Und dann gibt es die kleinen Zufälle, die so typisch sind für ein Bundesland, in dem sich Wege immer wieder kreuzen: Beide haben dieselbe Schule besucht, ohne sich damals zu kennen. Beide waren – unabhängig voneinander – in der Theater-AG aktiv. Jahre später arbeiten sie nun unternehmerisch zusammen. Sachsen-Anhalt ist eben manchmal kleiner, als man denkt.

Unternehmensnachfolge: Mut zum Übernehmen

Ein Unternehmen aus der Elterngeneration zu übernehmen, ist kein triviales Unterfangen. Es bedeutet, gewachsene Strukturen zu verstehen, Verantwortung für Mitarbeitende und Kunden zu tragen und gleichzeitig eigene Akzente zu setzen. In Deutschland wird über Gründer viel gesprochen – über Nachfolger deutlich weniger. Dabei bringt die Übernahme eines bestehenden Unternehmens eigene Herausforderungen und Chancen mit sich, die mindestens genauso viel Anerkennung verdienen.

Dass sich hier zwei Nachfolger zusammentun, um gemeinsam etwas aufzubauen, ist auch ein Statement: Nachfolge bedeutet nicht nur Fortführung. Sie kann der Ausgangspunkt für neue Kooperationen und neue Wege sein – gerade dann, wenn man sich auf Augenhöhe austauscht.

Wertschöpfung, die in der Region bleibt

Indem ALEXMENÜ für Humanas produziert, bleibt Wertschöpfung in Sachsen-Anhalt. Statt anonymer überregionaler Strukturen entsteht eine Partnerschaft mit kurzen Wegen, persönlichem Kontakt und gegenseitigem Verständnis. Das sichert Arbeitsplätze in der Region und stärkt langfristig die Versorgungsstrukturen in der Pflege vor Ort.

Ein Modell, das bereits funktioniert – und weiterwächst

Seit Mai beliefert ALEXMENÜ die ersten Humanas-Wohnparks mit Cook & Chill-Komponenten. Die Zusammenarbeit soll sukzessive auf weitere Standorte ausgeweitet werden – das Prinzip der komponentenweisen, planbaren Belieferung ist dafür ausgelegt.

Für Pflegeeinrichtungen heißt das: Personalengpässe an Wochenenden oder in besonders arbeitsintensiven Phasen lassen sich auffangen – ohne dass Flexibilität im Speiseplan oder bei den benötigten Mengen verloren geht. Die Einrichtung bestellt genau die Komponenten, die sie braucht, in der Qualität, die Bewohnerinnen und Bewohnern zusteht.

Aber das Modell endet nicht bei der Pflege. Auch für Gastronomie, Raststätten, Tankstellen und Imbisse kann das Prinzip langfristig interessant sein: planbare, handgemachte Komponenten aus regionaler Produktion, die vor Ort frisch fertiggestellt werden – ohne den Aufwand einer vollständigen eigenen Küche, aber mit dem Geschmack von frisch Gekochtem.

Zwei Unternehmen, zwei Geschäftsführer, eine gemeinsame Überzeugung: Wer sich austauscht, voneinander lernt und einander unterstützt, bringt sich gegenseitig nach vorne. Davon profitieren die Menschen, für die beide Unternehmen jeden Tag arbeiten – und bald vielleicht auch ganz andere Gäste in der Region.