4 zünftige Oktoberfest-Klassiker zum Nachmachen

Um Brezen, Topfen-Knödel und Co. zu genießen, müssen Sie nicht extra zum Oktoberfest nach München fahren. Mit unseren Rezepttipps können Sie sich die Wiesn-Schmankerl ganz einfach nach Hause holen – und zwar wann immer Sie Lust auf die bayerischen Köstlichkeiten haben!

Rezeptübersicht

Knusprige Breze(l)n

Was darf auf keinen Fall auf einem Oktoberfest fehlen? Richtig, die Brezen! Dazu hausgemachte Kräuterdips, Frischkäse, Obazda und alles, was das Brotzeit-Herz noch begehrt. Das beliebte Laugengebäck ist in kurzer Zeit selbst zubereitet und wir verraten, wie es geht!

Zutaten für 10 Stück
250 g Mehl (Type 550)
150 ml Milch
½ TL Salz
½ Würfel Hefe
½ TL Zucker
20 g Butter oder Schmalz
n.B. grobes Salz
1 L Wasser
3 EL Kaiser-Natron
Mehl für die Arbeitsfläche
Fett für das Blech

Zubereitung
Hefe mit ein paar Tropfen der Milch und dem Zucker verrühren. Die Masse etwa 15 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Anschließend Salz, Mehl, die restliche Milch und die Butter bzw. das Schmalz hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten. Dieser sollte sich nach 30 Minuten bei Zimmertemperatur ungefähr verdoppeln.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche gründlich durchkneten und zu einer Rolle formen. Diese wird in etwa 10 gleichgroße Stücke geteilt. Aus den Teile jeweils eine ca. 30 cm lange Wurst rollen und aus dieser eine Brezel formen. Noch mal für 15 Minuten gehen lassen.

Die geformten Brezeln ohne Abdeckung für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank geben. Danach werden diese in kochendes Wasser gegeben, in das zuvor (vorsichtig!) das Natron geschüttet wurde.

Die Brezeln für 30 Sekunden in das kochende Wasser geben, danach herausholen, abtropfen lassen und mit grobem Salz bestreuen. Diese werden dann auf ein gut gefettetes Blech gegeben. Bitte kein Backpapier benutzen, da die Lauge das Papier angreift.

Die Brezeln werden in den noch kalten Backofen gegeben. Sie werden bei 220° Grad für etwa 20 Minuten goldgelb gebacken.

Zünftiger Obazda

Obazda ist ein klassischer Begleiter einer bayerischen Brotzeit. Die pikante Käsezubereitung wird vor allem als Zwischenmahlzeit serviert und schmeckt hervorragend zu Brezen oder Salzstangen. Garniert mit Radieschen, Lauch oder Zwiebeln macht dieser Schmankerl auch optisch viel her!

Zutaten für 4 Portionen
200 g Brie oder Camembert
30 g Butter
2 EL Sauerrahm
30 ml Weizenbier
½ TL Senf mittelscharf
1 TL Paprikapulver süß
n. B. Paprikapulver scharf
n. B. Pfeffer gemahlen
n. B. Kümmel gemahlen
Prise Salz
Deko: ½ Zwiebel, Ringe

Zubereitung
Den Rand vom Brie oder Camembert großzügig entfernen und in grobe Stücke schneiden. Danach zimmerwarme Butter und Sauerrahm hinzugeben. Anschließend die restlichen Zutaten hinzugeben, mit einer Gabel zerdrücken und zu einer feinen Käsemasse vermengen. Nach Belieben mit Gewürzen abschmecken.

Die Zwiebelringe erst kurz vor dem Servieren dazugeben, da diese sonst einen bitteren Geschmack entwickeln können.

Marillen-Topfen-Knödel mit Überraschung

Bei Topfen handelt es sich um einen cremigen Quark. Mit einer süßen Füllung aus Marillen und Marzipan werden die Kugeln mit Semmelbröseln paniert und überraschen mit einer knusprigen Kruste. Die Kugeln zählen zu den absoluten Klassikern des Oktoberfestes!

Zutaten für 12 Stück

Knödel-Teig
400g Topfen
60g Butter
150g Semmelbrösel
1 Ei
1 Eidotter
Abrieb einer halben Zitrone
Prise Salz
12 Marillen
n. B. Marzipan

Panade
100g Butter
100 g Zucker
400 g Semmelbrösel
n. B. Zimt

Zubereitung
Um die Grundsubstanz der Knödel herzustellen, Butter mit einer Prise Salz sowie dem Zitronenabrieb schaumig rühren. Dann Ei, Eidotter, Topfen und Semmelbrösel dazugegeben. Den Teig gut kneten und für ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen die Marillenkerne mithilfe eines Kochlöffelstiels herausdrücken und durch ein Stück Marzipan ersetzen.

Mit angefeuchteten Händen etwas Teig in die Hand nehmen und diesen zu einer Kugel formen. Diese danach plattdrücken, eine Marille hineinlegen und diese mit Teig umschließen.
Die vorbereiteten Knödel in siedendes Salzwasser geben. Diese sind fertig, wenn sie nach etwa 15 Minuten an der Oberfläche schwimmen. Die Knödel aus dem Wasser herausnehmen und abtropfen. Danach in karamellisiertem Zucker wälzen und mit Semmelbröseln sowie Zimt verfeinern.

Selbstgemachtes Lebkuchenherz

Wer freut sich nicht über ein Lebekuchenherz vom Jahrmarkt? Das Mitbringsel lässt sich zu Hause ganz einfach selbst zubereiten. Mit einer persönlichen Botschaft in Zuckerschrift wird das Lebkuchenherz schnell zum individuellen Geschenk!

Lebkuchenherzen sind schnell selbstgemacht!

Zutaten für 3 Stück

Lebkuchenherz
100 g Butter
275 g Honig
125 g Zucker
½ TL Lebkuchengewürz
15 g Kakaopulver
600 g Mehl
½ Packung Backpulver
1 Ei
Prise Salz

Zuckerdekor
150 g Puderzucker
1 Ei
Lebensmittelfarbe
n. B. Zuckerdekor

Zubreitung
Die Butter zusammen mit Honig, Zucker, Kakao und Lebkuchengewürz in einem Topf bei geringer Stufe erhitzen und zu einer glatten Masse verrühren. Diese vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. Zusammen mit dem Salz, Ei und der Butter-Honigmasse zu einem glatten Teig verkneten und über Nacht kaltstellen.

Teig vor dem Backen auf Zimmertemperatur erwärmen. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Herzen ausschneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° Grad für ca. 15 Minuten backen.

Für die Zuckergarnitur das Ei trennen. Das Eiweiß steif schlagen und Puderzucker unterrühren, bis die Masse spritzfest ist. Nach Belieben mit Lebensmittelfarbe einfärben und dem Lebkuchenherz mithilfe eines Spritzbeutels und weiteren Zuckerdekoren eine persönliche Note verleihen.

Bildnachweise: Brezel © photocrew/fotolia, Obazda © Victoria p./fotolia, Marillenködel © A-Lein/fotolia, Lebkuchenherz © monopctures/fotolia