Tag des Apfels – Rund um die Vitaminbombe

Am 11. Januar ist „Tag des Apfels“. Egal ob grün oder rot, süß oder sauer, groß oder klein – viele Deutschen lieben das heimische Obst und kommen auf einen Jahresverbrauch von rund 20 Kilogramm pro Kopf.

Bei knapp 3.000 Apfelsorten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Doch der Apfel schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch eine wahre Vitaminbombe. Seine Inhaltsstoffe reichen von Vitamin C, über Eisen bis hin zu Kalium.

Wir verraten wann der Apfel Saison hat, geben Tipps zu Einkauf und Lagerung, verraten was in der runden Frucht steckt und welche Apfelsorten zum Kochen und Backen geeignet sind.

ÜBERSICHT

Saison – Wann wird geerntet?

Die Haupterntezeit erstreckt sich in Deutschland von September bis November. Es gibt jedoch Sorten, die im Juli reif sind. Da zahlreiche Apfelsorten hervorragend gelagert werden können, ist das Lieblingsobst der Deutschen das ganze Jahr im Supermarkt erhältlich. Entsprechend der Erntezeit, Lagerfähigkeit und Genussreife, werden Äpfel in verschiedene Kategorien eingeteilt:

Sommeräpfel, wie Gravensteiner oder James Grieve werden Ende Juli geerntet und sind aufgrund des schnellen Reifeprozesses vor allem für den sofortigen Verzehr geeignet. Herbstäpfel werden von September bis November geerntet. Herbstsorten wie Alkmene oder Elster eignen sich zum sofort essen, können aber auch bis in den Winter hinein gelagert werden. Winteräpfel werden von Oktober bis November geerntet. Sie entwickeln ihr volles Aroma erst nach mehreren Wochen oder Monaten nach der Ernte.Zu den Wintersorten zählen Boskop, Cox Orange und Gloster.

Tipps zu Einkauf und Lagerung

Äpfeln sieht man nicht an, ob sie reif oder unfrei, saftig oder trocken sind. Beim Einkaufen sollten Sie darauf achten, dass die Haut prall und unverletzt ist. Dies deutet auf Frische und eine gute Lagerung hin. Ist der Blütenansatz eingesunken, deutet dies darauf hin, dass der Apfel reif geerntet wurde.

Die meisten Apfelsorten lassen sich problemlos über einen längeren Zeitraum lagern. Sie halten sich in einem Obstkorb bei Zimmertemperatur für mehrere Tage. Während sie lagern, reifen diese nach. Jedoch werden sie mit voranschreitender Zeit nicht nur süßer, sondern je nach Sorte mehlig und runzelig.

Möchten Sie, dass die Äpfel lange frisch und knackig bleiben, sollten Sie diese an einem kühlen, dunklen Ort bei 2 – 5 ° C aufbewahren. Platzieren Sie die Äpfel auf einem weichen Untergrund, wie Zeitungspapier oder Pappe. Dabei sollten Sie darauf achten, dass sich die Früchte nicht berühren, dadurch verlängert sich die Lagerzeit.

Achten Sie auch darauf, Äpfel fernab von anderen Obst- und Gemüsesorten zu lagern. Das natürliche Reifegas Ethylen, das während des Reifeprozesses ausströmt, treibt auch den Reifeprozess anderer Lebensmittel voran. Umgekehrt können Sie Äpfel neben harte Kiwis, Nektarinen oder Bananen legen, um diese schneller reifen zu lassen.

Inhaltsstoffe – Was steckt drin?

Äpfel bestehen zu 85 % aus Wasser und sind damit sehr erfrischend. Die restlichen 15% haben es in sich. In ihnen stecken über 30 verschiedene Vitamine und Spurenelemente. Darunter Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6 und je nach Sorte, zwischen 3 und 35 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm.

Mit nur 52 kcal pro 100 g ist der Apfel ein kalorienarmer Snack. Er ist schneller Energielieferant und trägt mit wertvollen Mineralien, wie Magnesium, Eisen oder Kalzium zu einem gesunden Organismus bei. Enthaltende Ballaststoffe, wie das Pektin, machen den Apfel nicht nur knackig, sondern sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und einen intakten Stoffwechsel. Die Fruchtsäure des Apfels zerstört Bakterien im Mund und verhindert die Bildung von Zahnstein. Studien belegen, dass die sekundären Pflanzenstoffe im Apfel bei regelmäßigem Verzehr das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes senken.

Achten Sie darauf, die Äpfel vor dem Verzehr gut abzuwaschen, da viele mit Pestiziden behandelt wurden. So können Sie den Apfel ungeschält genießen – denn 70 % der Inhaltsstoffe sitzen direkt unter der Schale.

Küchenpraxis – Wofür sind welche Äpfel geeignet?

Kein anderes Obst wird mehr gekauft, gegessen und verarbeitet. Ob als gesunder Snack zwischendurch, am Nachmittag als Apfelkuchen, im Herbst als Apple Crumble oder im Winter als Bratapfel. Der Apfel begeistert durch große Vielfalt und ist in der Küche beliebig einsetzbar.

Dabei gibt es für jedes Rezept den passenden Apfel. Grundsätzlich schmecken süße Rezepte mit säuerlichen Äpfeln besser. Pikante Gerichte hingegen werden durch süße Aromen bereichert.

Zum Backen und für die Zubereitung von Bratäpfeln sollten Apfelsorten verwendet werden, die beim Erhitzen nicht zerfallen und saftig bleiben. Für einen klassischen Apfelkuchen oder Apfelstrudel eignen sich die Sorten Boskop, Elstar, Holsteiner Cox und Jonagold.

In Kombination zu herzhaften Speisen, wie zu Rotkohl, gebratener Leber oder Wildbraten passen fruchtig-süße Apfelsorten. Dazu gehören z. B. die Sorten Golden Delicious, Cameo, Pinova, Shampion, Gala oder Cox Orange.

Zum Rohverzehr als Snack, im Obst- oder Beilagensalat eignen sich Apfelsorten mit festem Fruchtfleisch, wie z. B. Evelina, Fuji, Braeburn oder Delbarestival.

Für die Zubereitung von Apfelmus, sollte die Wahl auf die Sorte Golden Delicious fallen. Schälen Sie die Äpfel vor dem Einkochen nicht. Die Pektine unter der Schale sorgen dafür, dass das Apfelmus geliert.

Süße und herzhafte Rezepttipps

Apfel-Flammkuchen

Zutaten für 1 Blech
200 g Mehl
130 ml Wasser
2 EL Öl
200 g Crème fraîche
1 EL Zucker
2 Äpfel
Prise Salz
n. B. Zimt

Zubereitung
Mehl mit Salz vermischen. In einer Schüssel mit Wasser und Öl zu einem Teig verrühren. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und auf ein gefettetes Backblech geben.

Crème fraîche mit Zucker verrühren. Creme gleichmäßig auf Teig streichen. Äpfel schälen, in dünne Scheiben schneiden und auf dem Flammkuchen verteilen. Äpfel nach Belieben mit Zucker bestreuen.

Flammkuchen im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für etwa 20 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen mit Zimt bestreuen. Flammkuchen heiß oder kalt genießen.

Apfel-Chutney mit Chili

Zutaten für 6 Personen
2 EL Olivenöl
200 g Schalotten
800 g Äpfel (säuerlich)
2 Chilischoten
50 g Ingwer
200 g brauner Zucker
1 TL Pfefferkörner
1 TL Koriandersamen
2 EL Salz
400 ml Apfelessig

Zubereitung
Schalotten schälen und fein würfeln. Äpfel entkernen und in Würfel schneiden. Apfelessig über Apfelwürfel gießen. Ingwerknolle schälen und klein schneiden. Chilischoten ebenfalls zerkleinern.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Schalottenwürfel glasig anbraten. Zucker hinzufügen und karamellisieren lassen. Anschließend Äpfel mit Apfelessig, Chilischoten und Ingwer dazugeben.

Pfefferkörner, Koriandersamen und Salz mit Mörser grob zerkleinern und das Chutney damit würzen. Diese für etwa 40 Minuten einkochen und in Schraubgläser füllen. Das Chutney hält sich luftverschlossen etwa 12 Monate. Es schmeckt hervorragend als Aufstrich zu Brot, zu Crackern oder als Dip und Soße zu diversen Fleischgerichten.

Blätterteig-Apfelrosen mit Sauerkraut

Zutaten für 4 Personen
6 Äpfel
2 EL Zitronensaft
4 Blätterteig-Rollen
300 g Sauerkraut (Konserve)
150 g Crème fraîche
50 g Röstzwiebeln
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zubereitung
Äpfel in dünne Scheiben hobeln und in Zitronensaft legen, damit sie nicht braun werden.

Blätterteig ausrollen und längs in 4 gleichgroße Streifen schneiden. Blätterteig mit Crème fraîche bestreichen. Das jeweils untere Drittel mit Sauerkraut (abgetropft) und Röstzwiebeln belegen. Mit Salz und Pfeffer bestreuen. Blätterteigstreifen am unteren Ende so einschlagen, dass die Füllung halb bedeckt ist.

Am oberen Drittel Apfelscheiben überlappend hinlegen, sodass diese über den Blätterteig ragen. Blätterteigstreifen aufrollen, sodass eine Rose entsteht. Rosen in gefettetes Muffinblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad für etwa 25 Minuten backen.

Bildnachweise: Beitragsbild Kind mit Apfel in der Hand ©yanadjan/Adobe Stock, Apfelflammkuchen ©foodinaire/Adobe Stock, Apfel-Chutney ©geshas/Adobe Stock,  Apfelrosen ©corerouc/Adobe Stock,